Tuesday, 17.09.19
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Karpfenläuse und Fischegel

Karpfenläuse und Fischegel


Was tun gegen Karpfenläuse, Fischegel, Kratzer und Co?
Diese beiden Störenfriede machen sich durch punktartige Läsionen in der Fischhaut bemerkbar, die durch die Karpfenläuse und Fischegel hervorgerufen werden, wenn sie auf der Fischhaut sitzen und – insbesondere im Fall des Egelbefalls – Blut saugen.



Läsionen sind große und recht tiefe Wunden, die sich schnell und leicht entzünden können. Hierbei besteht die Gefahr, dass die Entzündung sich ausbreitet und überdies noch andere Infektionen im Fischleib hervorruft, daher ist schnelle Hilfe immer erforderlich! Doch wie können Sie die Eindringlinge erkennen? Karpfenläuse sind graubraune, leicht transparente Tierchen von der Größe einer Linse, die sich auf die Fische setzen. Sie sind trotz ihrer geringen Größe jedoch leicht zu erkennen, zum Beispiel wenn die Fische bei der Fütterung in niedrigeres Gewässer vordringen, denn die bräunlichen Tierchen heben sich deutlich von der Fischhaut ab.

Fischegel dagegen sind, wie die uns bekannten anderen Egelformen, wurmartige Tiere, die sich an den Fischen festsetzen können. Bevor man jedoch den Laus- und Wurmbefall behandeln kann, muss der Teich insgesamt entkrautet werden, denn Karpfenläuse und Fischegel verstecken sich gerne in den dort ansässigen Wasserpflanzen und lauern gut versteckt auf ihre Opfer. Außerdem legen insbesondere die Fischegel ihre Eier gerne auf den Wasserpflanzen ab. Dünnt man den Pflanzenbewuchs jedoch ausreichend aus, so wird auch der Infektionsdruck auf die Koi gemildert: es kommt zu weniger (Neu)Erkrankungen und die bereits erkrankten Tiere können sich schneller erholen. Außerdem kann sich bei dünnerem Bewuchs auch das Medikament gegen Karpfenläuse und Fischegel besser verbreiten.

Das Medikament gegen die Störenfriede wird nämlich direkt ins Wasser gegeben, so kann es sich schnell verbreiten und weitere Neuinfektionen von Koi verhindern.

Kratzer sind bis zu 1cm lange, weißgelbliche Würmer, die sich bevorzugt im Darm der Fische festsetzen – sie haken sich regelrecht in der Darmwand der Tiere ein. Diese Wurmart pflanzt sich über einen Zwischenwirt wie den Bachflohkrebs fort. Frisst der Fisch einen solchen befallenen Krebs oder eine Larve, so kann sich der Kratzer in seinem Darm festsetzen und sich dort bis zur Geschlechtsreife weiterentwickeln. Diese Parasiten werden per direkter Medikamentengabe zum Futter am wirksamsten bekämpft.

Weitere Parasitenformen sind die Saugwürmer, insbesondere die Gattungen Gyrodactilus und Dactylogyrus, erstere leben bevorzugt auf der Fischhaut, zweitere auf den Kiemen der Koi. Diese Parasiten zerstören die Haut bzw. das Kiemenepithel, denn mit ihrem Haftapparat saugen sie sich dort fest und rufen schwere Läsionen hervor. Die Parasiten befallen vor allem die Fischbrut, die dadurch – besonders durch das Blutsaugen - in der Entwicklung zurückbleibt. Älteren bzw. größeren Fischen können die Parasiten nur wenig anhaben.

Ebenso kann der Blutwurm, der in den Blutgefäßen der Fische lebt, sehr gefährlich werden. Er nutzt Schnecken als Zwischenwirte und schwächt die Fischbrut erheblich, so dass manchmal ein ganzer entstehender Bestand ausgerottet werden kann. Erste Anzeichen sind Apathie und Mattigkeit des Fischs sowie Kiemenblässe.

Überdies kann häufig eine Kiemenverstopfung bzw. –anschwellung durch die typisch dreieckigen Eier dieser Parasiten als Hinweis auf einen Wurmbefall gedeutet werden. Band und Fadenwürmer sind weitere Parasitenformen, von denen nur der Fischbandwurm dem Menschen gefährlich sein kann. Sie leben meist im Inneren des Koi, z.B. im Darm, in den Organen oder der Muskulatur.

Bei Diagnose von Wurmbefall ist daher schnelle Hilfe nötig, am Besten bei den genannten Symptomen immer direkt den nächsten Tierarzt, idealerweise einen Koi-Spezialisten, aufsuchen.



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