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Algenwachstum im Teich
Ursachen, Folgen und was man tun kann
Im Sommer vermehren sie sich meist explosionsartig in Teichen, Tümpeln, Seen und auch im Meer – die Algen. Wie alle anderen Pflanzen benötigen sie für ihr Wachstum Nährstoffe, Licht, Kohlendioxid (tagsüber) und Sauerstoff (nachts). Algen beginnen noch bei Niedrigtemperaturen bereits mit dem Wachstum, früher also, als die meisten anderen (Wasserpflanzen). Dies bedeutet, dass sie einen Wachstumsvorsprung haben und den übrigen Pflanzen daher auch die Nährstoffe rauben.
In einem intakten Teich gleicht sich das mit Beginn des Wachstums der übrigen Pflanzen wieder aus (sie rauben den Algen die Nährstoffe), aber in einem biologischen System, das aus dem Gleichgewicht geraten ist, kann die Algenblüte für alle Teichbewohner (auch für Schildkröten)zur Gefahr werden. Verbrauchen die Algen über Nacht zuviel Sauerstoff, so werden alle übrigen Teichbewohner ersticken – dies gilt auch besonders für die Koi.
Die Ursache für ein vermehrtes Algenwachstum sind meist zu viele Nährstoffe im Wasser, die nicht vollständig aufgebraucht werden können. Der Überschuss an Nährstoffen entsteht z.B. durch eine übermäßige Gabe an Futter (deshalb sollten Sie sich auch stets genau an die vorgegebenen Futtermengen halten!), einem zu dichten Fischbesatz oder zu wenig Pflanzenbewuchs (mangelnde Konkurrenz um Nährstoffe). Um die erfolgreich Algen bekämpfen zu können, müssen zunächst die Nährstoffe im Teich reduziert werden!
Eine erste hilfreiche Maßnahme ist hierbei ein ausreichender Bewuchs des Teiches mit Wasserpflanzen, die dann mit den Algen um Nährstoffe konkurrieren. Im Frühjahr ist der Nährstoffüberschuss im Teich besonders hoch, da über den Winter kaum Nährstoffe verbraucht werden
In dieser Zeit können Sie dem Überschuss durch den Austausch eines Teils des Teichwassers mit nährstoffarmem Leitungswasser begegnen. Dieser so genannte Teilwasserwechsel sollte auch im Herbst wiederholt werden, gleichzeitig sollte dann auch abgestorbenes Pflanzenmaterial sowie überflüssiges Laub aus dem Teich entfernt werden. Auch ist die Beigabe mancher Materialien von Vorteil: Torf und Stroh enthalten bspw. Gerbstoffe und Säuren, die das Algenwachstum hemmen.
Es gibt im Fachhandel auch Flüssigformen dieser Stoffe, die das Algenwachstum wirksam bekämpfen. Vorsicht geboten ist bei der Behandlung mit Algengiften, denn die Algen können zum einen mit der Zeit eine Art Resistenz dagegen entwickeln, zum anderen leiden die Koi unter diesem Gift und reagieren z.T. mit schwerwiegenden Erkrankungen. Lassen Sie sich daher auch in diesem Fall vom Fachmann über biologische Mittel zur Algenbekämpfung beraten!
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